Biber watching

Ich warte schon darauf, denn ein Tag am Fluss ist wie ein Urlaubstag, das Gewässer strahlt eine besondere Ruhe aus und der Einklag mit der Natur ist gegeben. Wird dann noch ein Biber bei der Arbeit entdeckt, wird das beeindruckende Naturerlebnis abgerundet.

Biber sind die Holzhacker unter den Nagern

In nur weniger Stunden kann er einen Baum fällen. Über das Jahr gerechnet schafft der fleißige Kerl schon einige. Er nagt nicht den ganzen Baum durch, nur soweit bis der instabil ist und wartet dann, dass ihm der Wind zu Hilfe eilt.

Jetzt geht es bei ihm darum, kleinere Stückchen aus dem Baum zu schnitzen, da er diese leichter transportieren kann. Er kann nur von oben nach unten beißen. Dadurch sehen die abgenannten Baumstämme wie Bleistifte aus. Die Rinde wird gefressen, die kleinen Holzstücke weiterverarbeitet. Welcher Eifer und welche Emsigkeit dabei in ihm geweckt wird, einfach großartig.

Holzhacker und Gärtner zugleich

Dank seinen Dämmen, die er sich selbst geschaffen hat, dringt er in die weite Welt vor. Diese Dämme geben ihm Schutz und Sicherheit. Biber sind die einzigen Säugetiere, die ihren Lebensraum selbst gestalten. Ist der Wasserstand zu niedrig, bauen sie Dämme. Der Biber ist ein also nicht nur ein kräftiger Holzfäller, sondern auch ein beeindruckender Landschaftsgärtner, er gestaltet seine Umgebung nach seinem Belieben.

Der Impuls von fließenden Wasser lässt ihn aktiv werden, eifrig stopft er die Löcher mit Ästen und Schlamm, dass für ein ungehindertes Weiterkommen in seinen Dämmen gesorgt ist. Mit einer eben solchen Hingabe baut er sein Haus, beeindruckende Burgen aus Ästen und Holzresten.

Wenn die warmen Monate wieder ins Land ziehen, steht dem Freiluf-Biber-TV nichts mehr im Wege und es kann geguckt werden. Im Winter halten die Biber ihre Winterruhe, sodass vor der Burg im Herbst nach Nahrungsvorräte in Form von Ästen und Zweigen angesammelt werden.