Wie ernähren sich Biber?

Der Biber (Castor) ist das größte Nagetier Europas. Er ist der Klasse der Säugetiere zugehörig und entspricht der Ordnung von Nagetieren. Biber können eine Länge von etwa 135 cm erreichen, bei einem Gewicht von 36 kg. Ihre Nahrungsaufnahme ist flexibel und den Jahreszeiten angepasst.

Ein Vegetarier und emsiger Baumeister!

Der Biber ist ein semiaquatisches Tier und hält sich vorzugsweise in gewässereichen und ufernahen Gebieten auf. Lange Zeit wurde ihm nachgesagt, er sei ein Fischfresser und stand damit in einem konkurrierenden Verhältnis zum Menschen. Die Folge, Biber wurden gejagt und verfolgt. Heute weiß man, dass Biber reine Pflanzenfresser sind. Krautige Pflanzen, Gehölze, Sträucher, Bäume und Gräser dienen dem Biber als Nahrungsquellen. Selten entfernt er sich von den ufernahen Gewässern, denn in einem Umkreis von etwa 20 cm findet er hier seine hauptsächliche Nahrung. Bedingt durch stark entwickelte landwirtschaftliche Kulturen, ist der Biber jedoch nicht abgeneigt auch Felder aufzusuchen, welche mit einer nährstoffreichen Nahrung locken. Mais, Zuckerrüben, Weizen und Raps stehen ihm hier zur Verfügung, und da er immer auf der Suche nach energiereicher und schmackhafter Nahrung ist, wird er diese Möglichkeit an Nahrungsangebot nicht verachten.

Der Organismus des Bibers ist 20 kg schwer. Er hält sich mehrere Stunden im kühlen Wasser auf, das verlangt nach Kalorien. Im Sommer schafft er fleißig Vorräte für den Winter. Dazu baut er Nahrungsflöße unter Wasser und beherbergt eine Burg.

Physiologie und Nahrungsaufnahme

Der Biber hält keinen Winterschlaf und so versorgt er sich auch in der kalten Jahreszeit. Er fällt fleißig Bäume, um an die energiereichen oberen Äste zu gelangen. Seine Physiologie erlaubt es ihm, mit seinen Zähnen einen 10 cm dicken Baum in einer Nacht zu fällen. Seine unteren Schneidezähne wachsen immer wieder nach. Primär widmet sich der Biber der Nahrungsaufnahme und Verdauung. Die Zeit der Nahrungssuche ist eher gering.

Sein Blinddarmsack ist voluminös und mit Mikroorganismen ausgestattet. So erfolgt nach der Nahrungsaufnahme eine Vorverdauung durch die Bakterien. Den dabei entstehenden proteinhaltigen Pflanzenbrei scheidet er wieder aus und frisst ihn. Diese Art der Nahrungsaufnahme ist ein lebensnotwendiger Vorgang für den Biber.

Biber sind streng geschützte Tiere. Auf Feinde treffen sie selten. Nur die Jungtiere sind gefährdet, unter anderem durch Greifvögel oder Raubfische.

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