Wie wohnen Biber?

Der Biber gehört zu den Nagetieren. Die Weibchen sind generell schwerer als die Männchen. Der Schwanz des Bibers hat die Form einer Keule, denn er hilft beim Bau eines Damms. An den Hinterfüßen haben Biber Schwimmhäute. Ihr Fell ist wasserundurchlässig und schützt sie vor Unterkühlung. Um Baumstämme fällen zu können, haben Biber große Nagezähne. Diese werden etwa 3,5 cm lang.

Biber können bis zu 15 Minuten unter Wasser bleiben. Sie können sogar unter Eis schwimmen, indem sie ein Loch in den Damm nagen, um Wasser abzulassen. So entsteht unter dem Eis eine Luftschicht. Da sie keinen Winterschlaf halten, legen sie sich einen Nahrungsvorrat an. Biber leben in Familien zusammen. Diese bestehen meistens aus den Elterntieren und deren Jungtiere. Außerdem sind Biber Pflanzenfresser. Bäume, die er fällt, nutzt er auch zur Nahrungsaufnahme, denn Blätter und kleine Zweige werden gefressen oder zum Futtervorrat gebracht.

Wo wohnt der Biber?

Biber leben mit der ganzen Familie in sogenannten Biberburgen. Die Eingänge dieser Biberburgen liegen immer unter dem Wasser, damit der Biber vor natürlichen Feinden geschützt ist. Damit dieser Schutz gewährleistet ist, bauen die Biber um die Burg herum mehrere Dämme, damit sich das Wasser staut und immer eine Wassertiefe von mindestens 60 cm herrscht. Eine Biberfamilie kann bis zu 10 Meter Dämme in einer Woche bauen. Die Biberburgen werden in der Regel auf Inseln gebaut, die die Biber vorher selbst errichten, zum Beispiel mit Stämmen, Steinen, Zweigen und Schlamm. In den Biberburgen selbst herrscht immer eine angenehme Temperatur für die Biber. Im Sommer ist es angenehm kühl mit Temperaturen von 18 bis 20 Grad. Im Winter hingegen immer über dem Nullpunkt.

Biber verbringen dabei regelrechte Wunderwerke. Sie schaffen sich selbst einen kleinen Teich innerhalb eines natürlichen Gewässers. Ohne diesen Teich können die Biberburgen weggespült werden oder in besonders trockenen Perioden sinkt der Wasserspiegel und Feinde könnten in den Biberbau eindringen. Biber können Baumstämme fällen, die einen Durchmesser bis zu 80 cm haben. Mithilfe dieser und kleineren Ästen errichten sie Dämme, die mit Schlamm und Blättern versiegelt werden. Doch damit nicht genug. Diese Dämme werden regelmäßig von den Bibern ausgebessert, damit sie nicht brechen können. Darüber hinaus regeln die Tiere sogar den Wasserstand: Bei viel Regen wird der Damm geöffnet, damit kein Hochwasser entsteht, bei Trockenheit wird er verschlossen.

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